Praxis für Energie-Medizin   Karin A. Wehrhahn
                           

Antworten zu den häufigsten Fragen

(Zusammenschnitt aus mehreren Interviews mit zwei Journalisten) 

 

Seit wann praktizieren Sie Schamanismus, und wie sind  Sie auf die Idee gekommen?

Es hat sich sehr langsam im Laufe der Jahre entwickelt,  es war ein Reifeprozess, ich habe mich mit etlichen energetischen Techniken  befasst und irgendwie hat’s nie gepasst bis ich auf den Schamanismus stiess. Da  war ein tiefes inneres Gefühl, dass es nun stimmig ist. Ich fühlte eine noch nie  gekannte innere Ruhe und gleichzeitig begann mein äusseres Leben rasant an Tempo  zuzunehmen. Die Anzeichen waren schon früh da, ich wusste nur nicht, dass ich  bereits schamanisch dachte, dass ich vieles aus schamanischer Sicht aus sah und  dementsprechend handelte. Es war einfach auffällig, dass ich mich sehr von  Gleichaltrigen oder meinem gewohnten Umfeld unterschied. Mein Verhalten und  meine Wahrnehmung wichen manchmal stark ab vom “Normalen”, ich hatte noch nicht  gelernt, damit umzugehen. Erst als ich mit meiner schamanischen Ausbildung  begann, wurde mir klar, was ich da die ganzen Jahre über ganz selbstverständlich  gemacht hatte. Vielleicht sollte ich dazu noch anfügen, dass ich von meiner  Ursprungsfamilie her eine “bunte Mischung” Blutes habe. Über meine Grossmutter  mütterlicherseits eine Verbindung zu den chilenischen Ureinwohnern, über meinen  Grossvater mütterlicherseits schweizerische Wurzeln und über meine väterliche  Seite (alt-)deutsch. Ich spüre all diese Einflüsse sehr stark. Die Schwingungen  sind vollkommen unterschiedlich und ich habe das Geschenk erhalten (durch diese  Abstammung), mich in diesen Energien vollkommen frei bewegen zu können. Ich  wandere quasi zwischen diesen verschiedenen Welten. Eine Praxis betreibe ich  seit knapp drei Jahren. In Turbenthal bin ich seit Juli 2012.

Wie würden Sie als Schamanin Ihr Leben in drei Sätzen beschreiben?

In erster Linie bin ich Mutter, Partnerin und Tierhalterin, bin also normal ins “weltliche Leben” eingebunden. Ich habe früher in Chile und Deutschland gelebt, bin seit 1987 in der Schweiz und interessierte mich schon früh für sensitive Bereiche. Meine Erfahrungen, Ausbildungen und Fähigkeiten haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin: die Arbeit mit Klienten ist folglich das Umsetzen meines Könnens mit der Unterstützung von der geistigen Welt.

Wann wussten Sie tief in Ihrem Inneren, dass Sie Schamanin sind?

Da bin ich ganz langsam hineingewachsen, das kam nicht über Nacht. Erst als ich mit der schamanischen Ausbildung begann, fügten sich die Puzzleteilchen zusammen, die Energie kam in Fluss. Auf einmal ergab alles einen neuen, einen tiefen Sinn.

Welche positiven Wirkungen haben schamanische Reisen  für Menschen, die an körperlichen oder seelischen Beschwerden  leiden?

Neben dem physischen Körper gibt es den Energiekörper,  beide Körper sind miteinander verbunden. Es kann passieren, dass der  Energiekörper verunreinigt ist durch Fremdeinflüsse, karmische Einflüsse, durch  traumatische Erlebnisse in diesem Leben, etc. Die Hauptchakren können betroffen  sein, die Meridiane verstopft... Dann kann es zu Blockaden und Energieverlust  kommen. Im Idealfall wird das gelöst, solange es in der energetischen Ebene ist,  denn wenn es länger dauert, dann kann es sein, dass es manifestiert. Das heisst,  dass es körperlich wird, auf die körperliche Ebene kommt. Manifestierte  Blockaden sind z.B. physische Krankheiten oder seelische Probleme. Wenn man  diese Probleme “nur” auf der körperlichen Ebene bekämpft (rein  schulmedizinisch), dann arbeitet man daran, dass Symptome verschwinden, die  eigentliche Ursache wird nicht eliminiert. So wie ich arbeite, gehe ich auf die  Suche, wo die Quelle dieses Übels ist und gehe dagegen an. Meistens sind die  Ursachen hausgemacht (eigene Themen, z.B. Verhaltensweisen, Denkmuster, fehlende  Selbstliebe, Urvertrauen) und dadurch für den Klienten schwer zu packen. Indem  ich über die schweren Energien (z.B. Wut, Angst, Trauer) den Zugang nehme, komme  ich schrittweise an den Ursprung der Probleme und kann dagegen ankämpfen. Es  kommt auch vor, dass Fremdenergien Zugriff nehmen und Schaden anrichten. Bei  einer energetischen Reinigung werden diese Anhaftungen konsequent entfernt. Nach  der Reinigung bekommen die manifestierten Probleme keinen energetischen  Nachschub mehr vom Energiekörper (die störenden Punkte wurden ja entfernt) und  flauen ab. Es ist wichtig, dass die Klienten gut instruiert werden, wie diese  Energien funktionieren und wie sie selber Einfluss nehmen können auf ihr  Wohlbefinden. Grundsätzlich wünschte ich mir, dass die Gesundheit des Klienten  über allem steht, dass alle beteiligten Therapeuten, Ärzte, Heiler, ...  gemeinsam daran arbeiten dem Klienten zur Heilung zu verhelfen, jeder auf seiner  Ebene arbeitend. Ich habe z.B. etliche Klienten mit seelischen Problemen, die  von ihren Ärzten auf Psychopharmaka gesetzt werden. Nach spätestens zwei  Behandlungen ist es normalerweise möglich, die Dosis (in Absprache mit dem Arzt)  schrittweise herabzusetzen.

Mit welchen Problemen, Sorgen, Ängsten oder Wünschen kommen die Leute zu Ihnen?

Die ganze Palette: Stagnation in der persönlichen Entwicklung, Zukunftsängste, Partnerschaftsprobleme, Schwierigkeiten mit dem Nachwuchs, seelische Probleme trotz Psychopharmaka, berufliche Stagnation, Schwierigkeiten, körperliche Probleme oder Erkrankungen. Zu mir kommen auch besorgte Tierhalter.

Inwiefern können Sie den Tierhaltern helfen bzw. weswegen sind sie besorgt?

Alle Tiere lieben ihre Halter, sie helfen Ihnen, sie spiegeln Ihnen, sie begleiten sie und nehmen ihnen ab was nur geht. Indem die Halter ihre eigenen Themen wieder  zu sich nehmen (wo sie hingehören), werden die Tiere entlastet, können an ihren eigenen Themen arbeiten. Wird das nicht gemacht, kann sich das im schlimmsten Fall in lebensbedrohlichen Situationen für das Tier manifestieren.

Kann jeder selber ein Schamane sein – oder ist für  schamanische Reisen die Unterstützung einer ausgebildeten Person  nötig?

Schamanismus ist theoretisch ein Handwerk, das man  erlernen kann. Es gibt viele Möglichkeiten (Internet, Bücher, CDs), an  Informationen zu kommen und sie umzusetzen. Es ist jedoch enorm schwierig, dies  ohne Fehler zu machen. Im besten Fall lernt man daraus, aber es kommt vor, dass  man in happige Schwierigkeiten gerät. Und da sollte jemand in der Nähe sein, der  Erfahrung hat und Unterstützung geben kann. Ich hörte von Fällen, wo sich die  Lernenden verirrten und mit dem, was sie zu sehen bekamen nicht klar kamen, dass  sie den Verstand verloren. Also: ich empfehle dringend, es nur mit einer  ausgebildeten Person zu machen. Gute Lehrer suchen sich ihre Schüler aus, die  nehmen nicht jeden. Gewisse Fähigkeiten und Unterstützung von der Geistigen Welt  sollte auch vorhanden sein, sonst kommt man über ein relativ niedriges Level  nicht hinaus. Schulen und Fernlehrgänge (mit Diplom) gibt es viele. Meiner  Ansicht nach liegt eine der grössten Gefahren darin, dass sich viele  interessierte Menschen auf Schamanismus stürzen und anfangen, damit zu arbeiten,  ohne vorher die eigenen Prozesse zu durchlaufen. Man sollte viel an sich  gearbeitet haben und kontinuierlich daran bleiben, sich zu reinigen und weiter  zu entwickeln. Sonst tut man den Klienten eher die eigenen Themen aufbürden,  anstatt ihnen zu helfen. Es gibt auch die Möglichkeit, eine –auf CD gesprochene-  geführte Reise zu machen, die die ich kenne, sind ganz ok. Die meisten Hörer  bewegen sich dann in ihrer Phantasie, mit einer echten Reise ist das nicht zu  vergleichen aber man bekommt zumindest eine Ahnung davon.

Auf welche Weise können Trommeln oder Schwitzhütten  die schamanische Reise unterstützen?

Trommeln, Rasseln, Singen etc. sind für den Schamanen  das Medium, das ihnen die Fortbewegung in der anderen Dimension ermöglicht. Wenn  ich trommle/rassle/singe, dann “steige” ich auf auf diese Töne (wie auf ein  Pferd), ich reite darauf und bewege mich in die andere Dimension, um energetisch  arbeiten zu können. Die Trommel symbolisiert auch den Herzschlag von Mutter  Erde. In ihren Rhythmus einzusinken, sie in ihrem ganzen wundervollen Ausmass zu  spüren, ist für mich mit Worten nicht zu beschreiben. Man kommt an den Ursprung,  spürt den Fluss, die Einheit des Grossen Ganzen. Die Schwitzhütten sind  unterschiedlich, je nach Tradition (Lakota/Nordamerika, Azteken/Mexiko, ...).  Grundsätzlich geht es um Reinigung (physisch und psychisch). Es ist dunkel, es  ist heiss und feucht, man kommt zurück an den Ursprung, in den Schoss von Mutter  Erde. Es ist zutiefst weiblich und sehr stark. Viele Schamanen nehmen an  Schwitzhütten teil, um sich von ihrer Arbeit zu reinigen, ich mache es auch  regelmässig.

Manche Schamanen sagen, für die schamanische Reise  seien bewusstseinserweiternde Substanzen (Drogen) nötig. Was ist Ihre Meinung  dazu?

Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich etliche Medizin-  und Meisterpflanzen kennenlernen dürfen. Auch synthetische Substanzen waren  dabei. Es ist eine grossartige Erfahrung gewesen, auch in den direkten Kontakt  mit den dazugehörigen Geistern zu treten. Der Zugang in die andere Dimension  geht enorm schnell und direkt. Für mich persönlich habe ich sehr schnell  gemerkt, dass ich es nicht brauche. Es wurde mir auch seitens einer  Meisterpflanze, Ayahuasca, bestätigt. Sie teilte mir ausdrücklich mit, dass ich  sie nicht benötige. Ich arbeite ohne jegliche bewusstseinsverändernde Substanzen  und habe keinerlei Probleme, den Zugang zu bekommen. Es gibt viele sehr  unterschiedliche Richtungen des Schamanismus, keine ist besser oder schlechter,  nur einfach anders. Es liegt am Klienten zu entscheiden, was ihn anspricht und  welche Unterstützung er beanspruchen will.  

Ayahuasca gehört quasi in jede Hausapotheke eines Schamanen. Das Blättergebräu gilt als Liane der Geister und Toten, als Ranke der Seelen. Und es scheint in letzter Zeit in Mode geraten. Was steckt da genau dahinter?  

Da sind Sie falsch informiert. Mit Ayahuasca arbeiten nur die Schamanen im Regenwald, das heisst in Peru, Ecuador. Vereinzelte Schüler dieser Schamanen bieten das weltweit auch an. Es gibt noch viele andere Substanzen, die von schamanisch arbeitenden Menschen genutzt werden: zum Beispiel Tabak, Peyote, Magic Mushrooms, usw. Unter kundiger Führung mit einem ausgebildeten Heiler und Ayahuasca wird der Zugang nach oben zur geistigen Welt vereinfacht. Grossmutter Ayahuasca arbeitet nicht mit jedem, sie kann auch schlimme Erfahrungen herbeiführen, wenn die Umstände nicht stimmen. Der Zugang zur geistigen Welt geht für mich ohne Ayahuasca sehr gut, ich benutze es nicht.

Hat das Erbrechen nach Einnahme von Ayahuasca eine symbolische Bedeutung, das heisst, dass das körperliche Innerste zuerst raus muss, bevor das geistige Innerste, das wahre Ich, zum Vorschein kommen kann?  

Ja. Es handelt sich um eine Reinigung, ist üblich. Erbrechen ist nur das Eine, den Durchfall haben Sie vergessen, der gehört auch noch dazu. Ayahuasca ist aber nur eine Möglichkeit unter vielen, um schamanisch zu arbeiten! Das mit dem Wahren Ich würde ein ganzes Buch füllen. Es ist ein Prozess, der sich langsam entwickelt, es gibt keine Abkürzung, da helfen keine psychoaktiven Substanzen. Es funktioniert erst, wenn der eigene Wille bereit dazu ist, wenn der Zeitpunkt stimmt. Keine Droge kann einem die Arbeit an sich selber abnehmen.  

Manche Schamanen haben es sich zur Aufgabe gemacht, nachzuforschen, woher eine Seele kommt, was also in einem früheren Leben passiert ist, welches das heutige Leben prägt. Glauben Sie an Reinkarnation?  

Ja, Reinkarnation ist Realität und unser Leben wird dadurch beeinflusst. Wenn sich solche Muster und Energien zeigen, kann man gut daran arbeiten.            

In welchen Fällen arbeiten Sie mit dieser Energie? Bei welchen Problemen hilft es, zu wissen, was in einem früheren Leben passiert ist.

Ich mache keine Rückführungen, es ist für mich nicht von Interesse, wie der Klient früher gelebt hat. Wenn ich an einem „Knackpunkt“ bin, dann nehme ich dort die Spur auf und folge ihr. Manchmal (nicht immer!) führt sie direkt in frühere Inkarnationen. Dann erst gehe ich dort bewusst in die Tiefe. Häufig ist die Energie von bestimmten Verhaltensmustern, die man einfach nicht losbringt, über mehrere Inkarnationen hinweg tief verbunden. Das muss gelöst werden (natürlich nur, wenn der Klient bereit ist loszulassen), damit eine nachhaltige positive Veränderung für den Klienten eintreten kann.

Sie schreiben auf Ihrer Website, dass Sie Arbeit mit Engeln, Einhörnern und der Salka-Energie anbieten. Wie darf man sich das vorstellen? Was bedeutet „Arbeit mit Engeln“, was passiert da genau? 

Ich verbinde mich mit diesen Energien, mit diesen Wesen. Ohne sie kann ich nicht arbeiten. Das funktioniert, indem ich die Ebene wechsle, meine Wahrnehmung ändere und mich auf der Herzebene vollkommen öffne. Ich werde zum Kanal, lasse die Energien durchfliessen und öffne mich für Eingebungen aus der geistigen Welt.

Diese Antwort ist für mich schwer verständlich, bzw. kann ich mir darunter nicht so viel vorstellen. Können Sie mir vielleicht ein konkretes Beispiel geben, wie das im Falle eines Depressiven geht? Sieht der Klient dann die Engel auch oder spürt er nur deren Energie? Oder geben Sie die Energie der Engel weiter? Oder des Einhorns?

Meistens spüren die Klienten die veränderte Schwingung sofort, sie werden innerlich ruhiger und ausgeglichener, schwere Energien (Trauer, Verzweiflung, Wut, etc.) werden merklich weniger. Oft nehmen die Klienten die Lichtenergie der Engel wahr, z.B. fühlen und sehen sie das farbige Licht ihres Engels. Bei einer Depression wird der Auslöser gesucht, das was der Klient bereit ist loszulassen gelöst, Selbstschutzmechanismen angeregt und die Schwingung angehoben (mit Licht und Verbindung zu Mutter Erde und dem Kosmos). Die Engel helfen den Geschützten Raum während der Arbeit zu halten, sie helfen, das was der Klient loslässt abzutransportieren, sie sind die ganze Zeit da und geben liebevolle Unterstützung.

Einhörner sind ja magische Tiere und in der Netzgemeinde sehr beliebt. Bei welcher Symptomatik können Einhörner helfen? Was lösen sie in unserem Inneren aus?

Sie verkörpern eine andere Ebene der Energie, ähnlich wie Engel, sie haben aber eine andere Schwingung. Auch sie geben Unterstützung, Begleitung, Heilung. Sie können in allen Bereichen helfen. Die Schwierigkeit ist eher die, dass sie nicht auf allen Ebenen arbeiten. Ganz im Gegensatz zu den Engeln, die können überall hin. Klienten, die noch sehr tief schwingen, haben normalerweise noch keine Einhörner in ihrer Umgebung.

Von Salka-Energie habe ich noch nie gehört. Was bewirkt sie und in welchem Zusammenhang wird sie eingesetzt?

Sie verbindet mit Mutter Erde und dem Kosmos und reinigt sehr kraftvoll, bringt wieder ins Gleichgewicht, löst schwere Energien wie Wut, Angst und Trauer.

Wie finde ich mein Schutztier und in welchen Situationen hilft es mir?

In schamanischen Reisen oder intensiven Träumen und Begegnungen. Seine Energie ist Unterstützung und Führung, eine zuverlässige Begleitung.

Könnten Sie mir zwei bis drei mögliche Schutztiere verraten? Hat jeder Mensch ein anderes Schutztier oder wie geht das genau?

Die meisten Menschen, die ich getroffen habe, hatten mindestens eines. Beliebt sind (aufgrund der Nordamerikanischen Traditionen) Adler, Bär und Wolf. Ich habe auch alle möglichen anderen Tiere angetroffen, zum Beispiel eine sehr fähige und fleissige Bisamratte, Delfine, Krähen, Mantas, …  jedes Tier kann zum Schutztier werden. Es repräsentiert jeweils die Kraft und Fähigkeiten, die der ihm anvertraute Mensch benötigt.

Bieten Sie Schamanismus-Kurse, Workshops oder  Übungsgruppen an?

Keine Kurse etc., da gibt es genug Anbieter. Ich finde  es schade, dass viele Menschen Schamanismus “lernen” wollen, anstatt sich erst  einmal einfach nur zu heilen. Man muss nicht alles selber machen, selber können,  alles verstehen. Man darf auch einfach mal nur sein und beanspruchen. Wenn Ihr  Rohr kaputt ist, dann lassen Sie ja auch einen Klempner kommen und machen nicht  erst eine Klempnerlehre?! Schamanismus ist so “in” geworden in den letzten  Jahren. Es verwässert. Viele ziehen nur das raus, was ihnen passt und was sie  interessiert, sie konsumieren nach Lust und Laune. Leider laufen anschliessend  tonnenweise Menschen rum, die vor Halbwissen nur so platzen. Das ist gefährlich,  schädlich. Sie meinen zu wissen, sie machen irgendwas und dann wundern sie sich,  wenn sie in Schwierigkeiten kommen. Und dann sitzen sie bei mir in der Praxis  und verstehen die Welt nicht mehr, dachten sie wären auf einem tollen Weg und  erkennen, wohin sie sich selber gebracht haben. Ich biete nächstes Jahr eine kulturell-spirituelle Reise nach Peru an. Dort  werden wir an wichtigen Kraftplätzen arbeiten und die Verbindung zu Land und  Leuten herstellen. Das ist eine Art heilerischer Arbeit in der Gruppe, die für  mich stimmig ist.

Es gibt Stimmen, die behaupten europäischer Schamanismus habe wenig zu tun mit traditionellem Schamanismus, dabei würden westliche Sehnsüchte auf ferne Kulturen projiziert.

Stimmt teilweise, wenn man oberflächlich schaut. Wir arbeiten mit Energien, Wesenheiten, etc. die sind überall gleich, nur die Wahrnehmung (die Art und Weise wie man sie wahrnimmt) kann unterschiedlich sein, ebenso wie das Werkzeug (Trommeln etc.). Das Entscheidende ist, dass man lernt,  die Energien zu bewegen und die Zusammenhänge zu erkennen.

Wieder andere Stimmen sagen: nicht-westliche Schamanen würden ihre Arbeit oft als sehr belastend, anstrengend und bedrohlich erleben.

Stimmt nicht, hiesige  Schamanen werden ebenfalls damit konfrontiert. Die meisten von uns können aber  die Lebensumstände und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten nutzen, um sich  besser zu schützen und regelmässig zu reinigen. Z.B. Yoga, Schwitzhütten,  Lichtmeditationen, gegenseitige Unterstützung von Berufskollegen, etc. Diese  Möglichkeit haben viele nicht-westlichen Schamanen leider nicht. Ausserdem kann  man nicht alle Schamanen über einen Kamm scheren. Es gibt Schamanen, die auf  einer “tiefen” Stufe arbeiten und solche, die wesentlich “höher” und weiter  entwickelt sind. Ihnen steht mehr Kraft und Potential zur Verfügung, sie  schwingen höher, verbinden sich besser mit der Quelle, haben eine hohe  Übertragungsrate und sind dadurch automatisch geschützt bei der Arbeit, wenn sie  sich im Lichtkanal befinden. Die spirituellen Begleiter sind auch sehr  unterschiedlich in ihren Fähigkeiten, manche sind fantastische Beschützer. Das  ist wie der Unterschied zwischen einem VW Käfer und einem Q7, beide fahren,  beide bringen Sie von A nach B, beide haben vieles gemeinsam. Und doch: der Q7  bringt Sie schneller, wesentlich sicherer, komfortabler, etc. nach B. Dafür ist der Käfer wesentlich günstiger im Unterhalt und Benzinverbrauch... Ich will  nicht werten, der eine ist nicht besser als der andere, je nach Bedürfnis oder  Möglichkeiten passt individuell der eine besser oder der andere, es sind einfach  zwei verschiedene Kategorien.

Bei den Berichten von Begegnungen mit Geistwesen während schamanischen  Reisen handle es sich um ein binnenpsychisches Erleben, nicht um Erfahrungen in  real existierenden spirituellen Sphären sagen einige "Experten".

Das ist eine vom  Verstand diktierte Aussage und genauso “wenig” beweisbar wie die  entgegengesetzte Aussage... normalerweise lasse ich mich gar nicht auf solche  Diskussionen ein, weil diese Leute immer auf ihrer Ebene kommunizieren wollen  und unfähig sind, sich zu öffnen und auf die Ebene zu kommen, in der ich  arbeite. Da geht es schlussendlich nur um knallharte Argumente, klinische Tests,  Spitzfindigkeiten, etc.  Der Kopf, der Verstand, das ist ok. Die braucht es,  unbedingt, in unserer Gesellschaft sowieso. Aber es gibt Bereiche, da kommen Sie  mit dem Kopf nicht weiter. Tatsache. Da beginnt der andere Bereich. Und ich kann  Ihnen sagen, die Dinge dort sind sehr real !!!

Mit schamanischen Ritualen könne man vorwiegend Leiden mit hohem  psychischem Anteil heilen.

Nicht nur! Die  Möglichkeiten sind viel breiter. Man kann z.B. sehr gut an körperlichen Leiden arbeiten indem man die Energie im Hintergrund (die diese Beschwerden ursprünglich verursacht) behandelt.

Heilungserfolge bei rein körperlichen, schweren Problemen wie Krebs oder  Querschnittlähmung seien nicht bewiesen. Die Heilung von Krebs nach  schamanischen Ritualen sei erklärbar als Spontanremission. Man könne nicht alle  körperlichen Krankheiten heilen, indem man die Seele therapiert. Studien hätten  keinen Zusammenhang zwischen Krebs und psychischen Problemen gezeigt.

Da ist wieder dieses  erzwungene Kopfdenken! Wir können sehr wohl hilfreich an diesen Krankheiten  arbeiten. Entscheidend ist, wie der Klient mitmacht, wieviel Eigenverantwortung  er wahrnimmt. Wenn wir ihn reinigen und er beginnt, seine Lebensumstände ins  Positive zu verändern, auf sich und seine Bedürfnisse etc. einzugehen, dann  nimmt seine Entwicklung garantiert einen anderen Weg, sein Leben wird wieder  lebenswert. Wenn die Krankheit schon manifestiert ist (z.B. der Krebs ist schon  da), dann heisst das, dass man auf mehreren Ebenen arbeiten muss, um dem  Klienten zu helfen. Schulmedizinisch und energetisch. Wie allgemein bekannt ist,  kehrt der Krebs meistens nach einigen Jahren zurück, dann mit tödlichem Ausgang.  Fragen Sie mal diese kritischen Schulmediziner, warum das passiert, sie haben  doch alles entfernt gehabt?! Warum werden in klinischen Studien die Erfolge über  den Krebs hoch gepriesen und gleichzeitig nicht darüber informiert, wie hoch  diese Rückfallquote ist? Die bei denen der Krebs wiederkehrt nach einigen Jahren  dürften nicht als “geheilt” erfasst werden in diesen Studien. Dann würde die  Sache nämlich schon ganz anders aussehen! Der Ursprung der Krankheit wurde nicht  entfernt, nur die offensichtlichen Symptome. Und der Ursprung arbeitet weiter.  Optimal wäre eine Zusammenarbeit: Schamane entfernt die Quelle der schweren  Energie (der Ursprung des Krebses), Schulmediziner ergreift Schutzmassnahmen, um  den Klienten würdevoll am Leben zu halten und die schlimmsten Symptome zu  beseitigen. Gemeinsam arbeiten Schamane und Arzt daran, dem Klienten wieder ein  lebenswertes Leben zu ermöglichen.

Bei psychisch kranken Menschen könne eine schamanische Reise gefährlich  sein, die Patienten könnten dabei aus dem seelischen Gleichgewicht geraten oder  in eine Psychose abgleiten.

ja, je nachdem wie und wo man das macht. Von Eigenversuchen z.B. via CD oder der Besuch bei Hobbyschamanen etc. ist abzuraten. Bei einem ausgebildeten Schamanen nicht. Der übernimmt Verantwortung und kennt seine Grenzen, sagt durchaus auch einmal nein. Es gibt ausserdem weit mehr Möglichkeiten schamanisch zu arbeiten als nur zu "reisen". 

Es sei unwahrscheinlich, dass Schamanen ähnliche Heilerfolge erzielen  könnten wie Psychotherapeuten.

Das ist eine nicht  bewiesene Behauptung, die auf Unwissenheit beruht. Gerade seriöse Ärzte und  Therapeuten stossen oft genug an ihre Grenzen und realisieren, dass es etwas  gibt, das über ihren Horizont geht. Warum wohl habe ich unter meinen Klienten  viele aus dem Gesundheitswesen und auch Psychotherapeuten (!) etc.?

Es genüge nicht, die Ursache für ein Problem zu finden, der Therapeut müsse  den Patienten auch helfen, sich von destruktiven Verhaltensmustern zu  befreien. 

da gehe ich einig. Genau  diese Verhaltensmuster nehme ich ja ganz klar im Energiekörper wahr! Wenn man  sie entfernt, dann treten umgehend tiefe positive Veränderungen auf. Ein  Therapeut pumpt unendlich viel Energie in diese Muster indem er sie mehrere  Sitzungen lang durchkaut und durchleuchtet, sie werden riesengross. Gefühle kann  man nicht über den Kopf steuern, funktioniert nicht. Andererseits: Muster  entstehen aus bestimmten Gefühlen heraus. Also: das Reden hilft nur bedingt,  reden ist meistens Kopfebene. So wie ich arbeite, nehme ich diesen Energien mit  Hilfe des Klienten von Anfang an Substanz weg und schwäche sie. Sie werden von  Mal zu Mal keiner bis sie sich auflösen. Und die kommen nicht  wieder.

Es sei nicht immer nötig, eine verborgene Ursache für aktuelle Leiden zu  ermitteln.

Das mag für  Schulmediziner stimmen, für mich nicht. Es gibt immer eine Ursache. An dieser  Aussage prallen zwei vollkommen unterschiedliche Weltanschauungen und  Lebenseinstellungen aufeinander.

Früher wäre man in der Schweiz als Schamanin zumindest schräg angeschaut worden. Wie reagieren die Leute heutzutage z.B. am Elternabend oder die Nachbarn auf Ihren Beruf?

Wird immer noch vorsichtig beäugt, aber eine Öffnung ist spürbar. Häufig und versteckt, damit es niemand mitbekommt, kommen zaghafte Fragen. Der enge Freundeskreis, die Familie, die leben damit, für sie ist das normal, das bin halt ich. Ein bisschen anders als “normale” Menschen.

Können Sie uns einen Tipp geben, wie man es neben all der Alltagsarbeit schaffen soll, auch noch sich selbst zu „schaffen“?

Man bindet das in den Alltag ein, lernt sich Freiraum zu verschaffen und auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Das Zauberwort heisst “entschleunigen”, Sie werden staunen, was dann alles auf einmal möglich wird.